Wasserquellen intelligent kombinieren: MIX-Steuerung mit hydroOne
Wie lässt sich Bewässerungswasser aus mehreren Quellen gezielt kombinieren? Die MIX-Steuerung von hydroOne verschneidet Wasser in einem Tank und kann Quellanteile abhängig von Füllständen, Wasserzählern und Freigaben flexibel steuern.
Warum mehrere Wasserquellen eine intelligente Steuerung brauchen
In vielen Bewässerungsanlagen steht Wasser nicht nur aus einer einzigen Quelle zur Verfügung. Häufig werden zum Beispiel Regenwasser und Brunnenwasser kombiniert. Je nach Anlage können auch andere Wasserquellen eingebunden werden. Entscheidend ist nicht der Name der Quelle, sondern die Frage, wie viel Wasser aus welcher Quelle genutzt werden soll.
In der Praxis ist das oft nicht statisch. Ist viel Regenwasser vorhanden, soll möglichst viel davon verwendet werden. Sinkt der Füllstand im Regenwasserbecken, kann es sinnvoll sein, stärker auf Brunnenwasser oder eine andere Quelle auszuweichen. So bleibt die Bewässerung verfügbar, ohne eine einzelne Wasserquelle unnötig zu belasten.
Genau hier setzt die MIX-Steuerung von hydroOne an. Sie ermöglicht es, Wasser aus unterschiedlichen Quellen gezielt zu einem Vorlage- oder Mischwasser zusammenzuführen.
Wasserverschneidung findet im Tank statt
Ein wichtiger Punkt bei der Planung: Die Verschneidung erfolgt nicht einfach irgendwo in der Leitung, sondern kontrolliert in einem Wassertank. Dieser Tank dient als gemeinsamer Vorlagebehälter für das gemischte Wasser.
Die einzelnen Wasserquellen speisen in diesen Tank ein. hydroOne steuert, welche Quelle geöffnet oder eingeschaltet wird und wie viel Wasser aus der jeweiligen Quelle in den Tank gelangt. Aus dem Tank kann das Wasser anschließend für die Bewässerung weiterverwendet werden.
Das macht die Anlage übersichtlicher und hydraulisch besser beherrschbar. Der Tank entkoppelt die Quellen von der eigentlichen Bewässerung. Gleichzeitig entsteht ein definierter Punkt, an dem das gemischte Wasser zur Verfügung steht.
Jede Quelle braucht Ansteuerung und Mengenerfassung
Damit eine Wasserverschneidung sauber funktioniert, muss jede Quelle einzeln angesteuert und gemessen werden können. Pro Wasserquelle wird deshalb mindestens eine Ansteuerung benötigt, zum Beispiel ein Magnetventil oder eine Pumpe.
Ein Magnetventil eignet sich, wenn die Quelle bereits mit ausreichendem Druck zur Verfügung steht und nur freigegeben oder gesperrt werden muss. Eine Pumpe wird benötigt, wenn das Wasser aktiv aus einer Quelle gefördert werden muss, zum Beispiel aus einem Brunnen oder einem Speicher.
Zusätzlich sollte jede Quelle mit einem Wasserzähler erfasst werden. Nur so kann die tatsächlich geflossene Wassermenge jeder Quelle bestimmt werden. Für eine prozentuale Verschneidung ist diese Mengenerfassung entscheidend, weil nicht nur geschaltet, sondern gezielt dosiert zugeführt werden soll.
Aus Sicht der Steuerung bedeutet das: Jede Quelle benötigt eine klare Zuordnung aus Ansteuerung und Mengenmessung. Erst dadurch kann hydroOne die Quellanteile kontrolliert aufbauen.
Füllstände mit Pegelsonden erfassen
Neben der Wassermenge spielt der Füllstand der beteiligten Behälter eine zentrale Rolle. Besonders wichtig ist der Füllstand der Wasserquelle, deren Verfügbarkeit schwankt. Das ist häufig ein Regenwasserbecken oder ein Regenwasserspeicher.
Der Füllstand kann über eine Pegelsonde erfasst werden. Eine Pegelsonde liefert einen Messwert, meist als analoges Signal mit einem definierten Messbereich. Dadurch erkennt die Steuerung nicht nur, ob ein Behälter voll oder leer ist, sondern kann den Füllstand abgestuft auswerten.
Diese Information ist für die MIX-Steuerung besonders wertvoll. Der Füllstand kann als Grundlage dafür dienen, wie stark eine bestimmte Wasserquelle genutzt werden soll. Je mehr Regenwasser vorhanden ist, desto höher kann der Regenwasseranteil gewählt werden. Sinkt der Füllstand, wird der Anteil reduziert. So wird aus einer einfachen Quellenumschaltung eine flexible Wasserverschneidung.
Beispiel: Regenwasser und Brunnenwasser abhängig vom Füllstand mischen
Ein typisches Beispiel ist die Kombination aus Regenwasser und Brunnenwasser. Das Regenwasserbecken wird mit einer Pegelsonde überwacht. Zusätzlich werden Regenwasser und Brunnenwasser jeweils über einen eigenen Wasserzähler erfasst. Die Zufuhr erfolgt über Magnetventile oder Pumpen, je nachdem wie die Quellen hydraulisch aufgebaut sind.
Ist nur wenig Regenwasser vorhanden, kann die MIX-Steuerung zum Beispiel nur 20 Prozent Regenwasser und 80 Prozent Brunnenwasser verwenden. So wird der Regenwasserspeicher geschont und die Bewässerung bleibt trotzdem verfügbar.
Ist viel Regenwasser vorhanden, kann das Verhältnis umgekehrt werden. Dann werden zum Beispiel 80 Prozent Regenwasser und nur 20 Prozent Brunnenwasser verwendet. Dadurch wird vorhandenes Regenwasser besser genutzt, ohne dass die Anlage manuell umgestellt werden muss.
Die genauen Mischverhältnisse hängen von der Anlage, den verfügbaren Wassermengen und der gewünschten Betriebsstrategie ab. Der Vorteil liegt darin, dass hydroOne die Quellen nicht starr behandelt, sondern abhängig vom Füllstand flexibel reagieren kann.
Mehrere MIX-Steuerungen für getrennte Aufgaben
In größeren Anlagen kann es sinnvoll sein, nicht nur eine einzige Mischaufgabe zu steuern. Unterschiedliche Bereiche, Tanks oder Anlagenteile können unterschiedliche Anforderungen haben.
Mit hydroOne sind bis zu vier unabhängige MIX-Steuerungen möglich. Dadurch lassen sich mehrere Verschneidungen getrennt voneinander aufbauen und steuern. Jede MIX-Steuerung kann dabei einer eigenen Aufgabe zugeordnet werden, zum Beispiel einem bestimmten Vorlagebehälter oder einem bestimmten Anlagenteil.
Das ist besonders hilfreich, wenn eine Anlage schrittweise erweitert wird oder mehrere Wasserkreisläufe getrennt betrachtet werden sollen. Wichtig bleibt dabei immer: Jede Mischaufgabe braucht eine saubere hydraulische Planung, geeignete Ansteuerungen, Wasserzähler und die passenden Füllstandssignale.
Was bei der Planung besonders wichtig ist
Bei der Planung einer MIX-Steuerung sollte zuerst geklärt werden, welche Wasserquellen eingebunden werden sollen. Danach folgt die Frage, wie jede Quelle angesteuert wird. Steht die Quelle unter Druck, kann ein Magnetventil ausreichen. Muss Wasser aktiv gefördert werden, wird eine Pumpe benötigt.
Als nächstes müssen die Wasserzähler betrachtet werden. Für jede Quelle sollte die zugeführte Wassermenge erfasst werden, damit die Steuerung die Anteile nachvollziehen kann. Zusätzlich sind die Füllstände der relevanten Behälter zu erfassen, insbesondere bei Speichern mit schwankender Verfügbarkeit.
Auch der Zielbehälter ist wichtig. Die Verschneidung erfolgt im Tank, deshalb müssen Größe, Nachspeisung, Entnahme und Füllstandsüberwachung sinnvoll zur Bewässerungsanlage passen.
Wenn nicht nur die Verfügbarkeit, sondern auch die Wasserqualität entscheidend ist, sollten zusätzliche Messwerte mitgedacht werden. Das kann zum Beispiel relevant sein, wenn sich Wasserquellen deutlich in Salzgehalt, Nährstoffgehalt oder pH-Wert unterscheiden. In solchen Fällen sollte die Wasserqualität bei der Anlagenplanung separat bewertet werden.
Fazit: Wasserquellen flexibel nutzen, ohne die Anlage kompliziert zu machen
Die MIX-Steuerung mit hydroOne hilft dabei, mehrere Wasserquellen gezielt für die Bewässerung zu kombinieren. Statt Regenwasser, Brunnenwasser oder andere Quellen nur manuell umzuschalten, können die Quellanteile kontrolliert in einem Tank verschneidet werden.
Dafür benötigt jede Quelle eine passende Ansteuerung, zum Beispiel ein Magnetventil oder eine Pumpe, sowie einen Wasserzähler zur Mengenerfassung. Pegelsonden liefern die Füllstandswerte, auf deren Grundlage hydroOne die Mischstrategie automatisch anpassen kann.
So lässt sich vorhandenes Wasser besser nutzen, ohne die Versorgungssicherheit der Bewässerung aus dem Blick zu verlieren. Besonders bei schwankenden Wasserständen bietet die MIX-Steuerung eine flexible Möglichkeit, Wasserquellen intelligent miteinander zu kombinieren.