Bewässerung und Düngung automatisieren
Wie lassen sich Bewässerung und Düngung im geschützten Anbau besser abstimmen? Der Beitrag zeigt, worauf es bei Wasser, Nährstoffen, Sensorik und Ventilgruppen ankommt.
Bewässerung nach Kultur, Substrat und Bedarf steuern
Im geschützten Anbau unterscheiden sich Wasser- und Nährstoffbedarf je nach Kultur, Substrat, Witterung und Wachstumsphase. Deshalb reicht ein starrer Bewässerungsablauf oft nicht aus. Sinnvoll ist eine Steuerung, die Programme, Laufzeiten und Ventilgruppen flexibel abbildet und die Düngung passend in den Bewässerungsprozess integriert.
Warum sind kurze Bewässerungsimpulse sinnvoll?
Gerade im geschützten Anbau sind mehrere kurze Bewässerungsimpulse oft sinnvoller als wenige lange Bewässerungen. Wasser kann dadurch gleichmäßiger verteilt werden, ohne die Kultur auf einmal zu stark zu belasten. Mit der Impulsbewässerung lassen sich wiederkehrende Bewässerungszyklen automatisch ausführen. Das reduziert den manuellen Aufwand und sorgt dafür, dass die Wasserversorgung reproduzierbar nach dem eingestellten Ablauf erfolgt.
Dünger dosieren, wenn wirklich Wasser fließt
Bei der Fertigation müssen Wasserfluss und Düngerdosierung zuverlässig zusammenspielen. Die Dosierung soll nicht unabhängig von der Bewässerung laufen, sondern passend zum tatsächlichen Durchfluss und zum ausgewählten Bewässerungsprogramm erfolgen. hydroOne kann Dosiermodule mit Bewässerungsprogrammen koppeln. Dadurch lassen sich Rezepte automatisch auswählen und Dosiereinheiten passend zur Bewässerung ansteuern. Über den Wasserzähler kann der aktuelle Durchfluss als Grundlage für eine Dosierung nach Wasserfluss genutzt werden. Das hilft, Nährstoffe gezielter einzusetzen und die Dosierung besser in den Bewässerungsprozess einzubinden.
Wie bleiben EC- und pH-Werte im Blick?
Für eine kontrollierte Nährstoffversorgung sind EC- und pH-Werte wichtige Messgrößen. Sie helfen dabei, die Qualität der Nährlösung zu überwachen und den Pflanzen die benötigten Nährstoffe optimal zuzuführen. In Verbindung mit geeigneter Sensorik kann hydroOne EC- und pH-Werte erfassen und für die Regelung der Dosierung verwenden. So werden Bewässerung, Dosierung und Messwerterfassung nicht getrennt betrachtet, sondern zentral zusammengeführt.
Mehrere Quartiere übersichtlich steuern
Größere Anlagen bestehen häufig aus mehreren Gewächshäusern, Tunneln, Ventilgruppen oder Kulturabschnitten. Diese Bereiche haben nicht immer denselben Wasser- und Nährstoffbedarf. Deshalb ist es sinnvoll, sie getrennt steuern und trotzdem zentral überwachen zu können. Mit hydroOne lassen sich mehrere Bewässerungszonen strukturiert abbilden. Programme, Ventile, Dosierung und Wasserfluss können passend zur jeweiligen Zone koordiniert werden. Das macht die Anlage übersichtlicher und erleichtert wiederholbare Abläufe im täglichen Betrieb. Wasserverbrauch erfassen und Abläufe besser bewerten Ein Wasserzähler macht sichtbar, wie viel Wasser tatsächlich ausgebracht wird. hydroOne kann Durchflussmengen erfassen und Verbräuche auswerten. Dadurch lassen sich Bewässerungsabläufe besser kontrollieren und bei Bedarf optimieren. Besonders bei mehreren Tunneln oder Ventilgruppen ist das hilfreich: Betreiber sehen nicht nur, dass ein Programm gestartet wurde, sondern können auch nachvollziehen, welche Wassermengen in der Anlage geflossen sind.
Fazit: Mehr Kontrolle über Wasser und Nährstoffe
Im geschützten Anbau müssen Bewässerung, Düngung und Überwachung eng zusammenspielen. hydroOne verbindet dafür Bewässerungssteuerung, Dosiertechnik, Wasserzähler, Sensorik und Ventilsteuerung in einem zentralen System. So lassen sich Gewächshäuser, Folientunnel und andere geschützte Kulturen automatisierter, übersichtlicher und effizienter bewässern und mit Nährstoffen versorgen – mit besserer Kontrolle über Wasser, Nährstoffe und den gesamten Anlagenprozess.