Welche Pumpen gibt es?
Nicht jede Pumpe eignet sich für jede Aufgabe. Der Beitrag gibt einen verständlichen Überblick über wichtige Pumpenarten und zeigt, worauf es bei Wasserquelle, Einbauort, Wasserqualität und Anwendung grundsätzlich ankommt.
Welche Pumpenart passt zu welcher Wasserquelle und Anwendung?
Pumpen sorgen dafür, dass Wasser aus einer Quelle entnommen, weitergeleitet oder mit Druck in eine Anlage gefördert wird. Je nach Anwendung kommen unterschiedliche Pumpenarten zum Einsatz. Entscheidend für die Auswahl ist nicht nur, wie viel Wasser eine Pumpe fördern kann, sondern auch, wo sie eingebaut wird, welche Wasserqualität vorhanden ist und welche Aufgabe sie übernehmen soll.
Für Bewässerungsanlagen, Wasserversorgung oder Entwässerung ist es deshalb wichtig, die grundlegenden Pumpenarten zu unterscheiden. Die genaue Auslegung nach Druck, Förderhöhe und Durchfluss hängt später von der gesamten Anlage ab.
Kreiselpumpen
Kreiselpumpen gehören zu den häufigsten Pumpenarten in Wasser- und Bewässerungsanlagen. Sie werden trocken aufgestellt und fördern Wasser aus einem Behälter, Wassersilo, Teich, Brunnen mit geringer Ansaughöhe oder einer vorhandenen Leitung.
Sie eignen sich besonders für Anwendungen, bei denen sauberes Wasser mit einem bestimmten Druck und einer bestimmten Menge bereitgestellt werden soll. Typische Beispiele sind Gartenbewässerung, Druckerhöhung oder die Versorgung mehrerer Bewässerungskreise.
Wichtig ist bei trocken aufgestellten Kreiselpumpen die Saugleitung. Sie muss dicht, ausreichend dimensioniert und möglichst kurz sein. Probleme auf der Saugseite führen schnell zu Luft in der Leitung, unruhigem Lauf oder fehlender Förderleistung. Dies ist kritisch, da die Gleitringdichtungen dann schnell Schaden nehmen können.
Tauchpumpen
Tauchpumpen arbeiten direkt im Wasser. Sie werden in Schächte, Behälter, Zisternen oder Gruben eingesetzt und fördern das Wasser von dort aus weiter. Der Vorteil: Die Pumpe muss nicht ansaugen, weil sie bereits im Medium steht. Dadurch sind Tauchpumpen oft einfacher in Betrieb zu nehmen. Auf eine ausreichende Motorkühlung muss bei dieser Bauform aber besonders geachtet werden. Je nach Ausführung eignen sie sich für Klarwasser, leicht verschmutztes Wasser oder auch für Wasser mit Feststoffanteilen. Für Bewässerungsanlagen muss geprüft werden, ob die Pumpe den benötigten Druck und Durchfluss liefern kann.
Brunnenpumpen
Brunnenpumpen werden in Brunnen eingesetzt und fördern Wasser aus größerer Tiefe. Häufig handelt es sich um schlanke Unterwasserpumpen, die direkt im Brunnenrohr installiert werden. Sie sind sinnvoll, wenn das Wasser nicht oberflächennah verfügbar ist oder eine trocken aufgestellte Pumpe die erforderliche Ansaughöhe nicht mehr zuverlässig bewältigen kann. Bei Brunnenpumpen sind neben Druck und Fördermenge auch Brunnenleistung, Einbautiefe, Rohrdurchmesser und Trockenlaufschutz wichtig. Die Pumpe darf nicht mehr Wasser fördern, als der Brunnen dauerhaft nachliefern kann.
Schmutzwasserpumpen
Schmutzwasserpumpen sind für Wasser mit Schmutzanteilen ausgelegt. Sie werden häufig bei Entwässerung, Baugruben, Schächten oder überfluteten Bereichen eingesetzt.
Für klassische Bewässerungsanlagen sind sie nicht automatisch die richtige Wahl. Zwar können sie Schmutz besser vertragen, sie können aber oft nicht den notwendigen Druck für Regner, Tropfbewässerungen oder Filter liefern.
Deshalb sollte genau unterschieden werden: Soll Wasser nur abgepumpt werden oder soll eine Bewässerungsanlage zuverlässig mit Druck versorgt werden?
Zisternenpumpen
Zisternenpumpen werden eingesetzt, um Regenwasser aus einer Zisterne oder einem Speicher zu nutzen. Je nach Bauform können sie als Tauchpumpe in der Zisterne oder als trocken aufgestellte Pumpe außerhalb des Speichers eingebaut werden. Sie eignen sich für Gartenbewässerung, Hauswasseranwendungen oder die Nutzung gespeicherten Wassers. Wichtig sind eine passende Filterung, Schutz vor Trockenlauf und ausreichend Druck für die angeschlossenen Verbraucher.
Fazit: Die Anwendung entscheidet über die Pumpenart
Welche Pumpe geeignet ist, hängt vor allem von Wasserquelle und Aufgabe ab. Kreiselpumpen eignen sich häufig für Druckversorgung und Bewässerung, Tauchpumpen für den Einsatz direkt im Wasser, Brunnenpumpen für größere Tiefen, Schmutzwasserpumpen für belastetes Wasser und Zisternenpumpen für gespeichertes Regenwasser.
Die Pumpenart ist jedoch nur der erste Schritt. Für eine zuverlässige Anlage müssen anschließend Druck, Förderhöhe, Durchfluss, Leitungssystem und Verbraucher gemeinsam betrachtet werden.